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Nachbericht vom Akustik Konzert von Fury in the Slaughterhouse im Hohenstaufensaal im Annweiler (20.09.05) - Quelle: www.saarlaender.de


Wir haben unser Management gebeten, auf dieser Tour möglichst viele einzigartige Plätze zu buchen und das ist Ihnen zumindest heute Abend auch gelungen! (Christoph Stein-Schneider, Gitarrist von Fury in the Slaughterhouse ).


Der Hohenstaufensaal in Annweiler. Kaum jemand würde vermuten, dass er als Konzertsaal genutzt wird. An den Wänden hängen riesige Gemälde mit Rittern, die kämpfen oder gerade


an einer Tafelrunde sitzen, in der Mitte eine Art mittelalterlicher Kronleuchter, nur statt Kerzen sind doch schon Glühbirnen vorhanden.


In diesem Saal machte eine der bekanntesten Rockbands Deutschlands, Fury in the Slaughterhouse, im Rahmen ihrer Akustik-Tour am 20.09.05 halt, um auch die südwestdeutschen Fans zu beglücken. Und diese wurden, wer hätte es anders erwartet, nicht enttäuscht .


Vor ausverkauftem Haus (hier waren schätzungsweise 500 Zuschauer) feuerten die Furies knapp 2 Stunden lang ihre Akustikrakete ab. Gestartet wurde mit einer a capella – Version von „Born to slide away“ , wobei man sich beim ersten Versuch einen derartigen Lachflasheinfing, dass man schnell beschloss, den Einzug zu wiederholen. Neben Songs wie „ Won`t forget these days“ , „Time to wonder“ oder auch „Every generation got its own disease“, die auf keinem Konzert fehlen dürfen, kamen die Fans auch in den Genuss von Liedern, die weitaus weniger bis gar nicht auf den sonstigen Rockkonzerten gespielt werden, so etwa die traurige Ballade „Rainy April Day“, die Fury Sänger Kai Wingenfelder der Tochter von Nirvana – Sänger Curt Kobain gewidmet hat oder auch das Lieblingslied schlechthin: „Pur Love“ (just pur Love will satisfy me). Die Furies zeigten, dass sie nicht nur an der E Gitarre und im sonstigen rockigen Stil eine gute Figur machen, sondern auch durchaus ein Gespür für Balladen besitzen, die akustisch einfach besser klingen. Um aber auch den klassischen Rockfans gerecht zu werden, wurden mit „Cry it out“ oder „When I `m dead and gone“ auch schnellere Songs gespielt , die durchaus auch im akustischen Mantel einen gewissen Reiz besitzen.


Nach gewohntem zweimaligem Verschwinden und Wiederauftauchen der Band, saß auch keiner der Zuschauer mehr auf den bei der Akustiktour eingerichteten Sitzplätzen. Einige weibliche Fans dachten sich sogar Choreographien aus, die Fury – Gitarrist Stein – Schneider in Entzücken versetzten.


Was ebenfalls auf keinem Fury - Konzert fehlt : Dumme Sprüche, gegenseitige Sticheleien und derbe Witze, für viele Fans ein Grund, warum Fury – Konzerte immer etwas besonderes sind. So war der Tod von Lady Di 1997 doch von vorne rein klar, denn sie hieß ja schließlich nicht „Lady live forever“ und auch manches Fury – Lied bekam plötzlich einen neuen Namen, wie z.B. „There was a house in New Orleans“. Derb und unter der Gürtellinie, aber trotzdem extrem erheiternd für die Fans. Den Bandmitgliedern wurden vor dem Konzert Namensschilder umgehängt, damit man auch gegenseitig weiß „mit welchem Deppen man in einer Band spielt !“


Alles im allem war`s wohl für jeden der angereisten Zuschauer ein toller, lustiger und gelungener Abend. Die Furies zeigten, dass sie auch nach fast 20 Jahren Bandgeschichte ihren Fans immer noch etwas zu bieten haben und sie gelten zu Recht, als eine der besten Livebands.Passend zur Akustiktour kam auch eine Doppel – CD heraus, die jeder Fan im Regal stehen haben sollte. Ein großer Dank gilt auch dem örtlichen Veranstalter „Fa. Ulrike Jentzer“ der für den reibungslosen Ablauf garantierte.